intp.org
May 10th, 2009Ich habe mich kürzlich in eine Myers-Briggs Kategorie einteilen lassen - ein Persönlichkeitstest basierend auf vier Dichotomien. Die ersten Paragraphen über INTPs (mein Typ) auf Personalitypage:
INTPs live in the world of theoretical possibilities. They see everything in terms of how it could be improved, or what it could be turned into. They live primarily inside their own minds, having the ability to analyze difficult problems, identify patterns, and come up with logical explanations. They seek clarity in everything, and are therefore driven to build knowledge. They are the “absent-minded professors”, who highly value intelligence and the ability to apply logic to theories to find solutions. They typically are so strongly driven to turn problems into logical explanations, that they live much of their lives within their own heads, and may not place as much importance or value on the external world. Their natural drive to turn theories into concrete understanding may turn into a feeling of personal responsibility to solve theoretical problems, and help society move towards a higher understanding.
INTPs value knowledge above all else. Their minds are constantly working to generate new theories, or to prove or disprove existing theories. They approach problems and theories with enthusiasm and skepticism, ignoring existing rules and opinions and defining their own approach to the resolution. They seek patterns and logical explanations for anything that interests them. They’re usually extremely bright, and able to be objectively critical in their analysis. They love new ideas, and become very excited over abstractions and theories. They love to discuss these concepts with others. They may seem “dreamy” and distant to others, because they spend a lot of time inside their minds musing over theories. They hate to work on routine things - they would much prefer to build complex theoretical solutions, and leave the implementation of the system to others. They are intensely interested in theory, and will put forth tremendous amounts of time and energy into finding a solution to a problem with has piqued their interest.
INTPs do not like to lead or control people. They’re very tolerant and flexible in most situations, unless one of their firmly held beliefs has been violated or challenged, in which case they may take a very rigid stance. The INTP is likely to be very shy when it comes to meeting new people. On the other hand, the INTP is very self-confident and gregarious around people they know well, or when discussing theories which they fully understand.
etcpp. - Es geht noch weiter, aber das reicht jetzt glaub ich
Geschichtsrätsel
April 1st, 2009Zeigt dieses Bild?
Tipp: Es ist nicht Jabbas zu Wasser gelassene Segeljacht.

Humanisten antworten auf die Renaissance der Religion mit Wut oder Spott - sie sollten es besser wissen
January 6th, 2009Im November 2008 kam “Religulous” in die Kinos, worin der Comedian Bill Maher die inneren Widersprüche in den Fundamente des Glaubens aufs Korn nimmt. Es ist noch nicht lange her, daß Richard Dawkins in seinem zornigen Buch ‘The God Delusion’ zur Mobilmachung gegen die Religion trommelte. Keiner der beiden Versuche ist, weder im Ansatz noch in der Ausführung, geeignet der neuen Religiosität konstruktiv zu begegnen.
Die Motivation dieser Attacken ist ohne Zweifel gut begründet. Über 80% der Amerikaner glauben an Gott, ihr Präsident bedient - bediente =) - sich ungestraft religiöser Rhetorik und die Präsidentschaftswahl war von Glaubensfragen geprägt. Dies schürt unter liberalen Zeitgenossen eine gut nachvollziehbare Empörung, die zum Gegenschlag treibt.
Und das mit trotziger Verzweiflung, denn eigentlich sollten das Thema Religion doch gegessen sein. Hatte nicht der Siegeszug der Aufklärung und der Wissenschaft im 18. und 19. Jahrhundert der Religion für immer die Grundlage entzogen? Ist es seitdem nicht selbstverständlich, dass Religion den Argumenten der Philosophie zugänglich sein muss, also das Menschenwort über Gotteswort geht?
Religionsführer der Gegenwart sehen dies anders und eröffnen das Schlachtfeld von neuem. Und es scheint, als hätten sie seit damals dazugelernt. Humanisten auf der anderen Seite hat die Offensive überrascht und auf dem falschen Fuß erwischt. Nur so lässt sich erklären warum sich intellektuelle Größen wieder über Diskussionen über die Existenz Gottes, im Falle Dawkins, oder über die Sinn oder Unsinn der Details der Glaubenslehren, im Falle Mahers, genötigt sehen.
Dabei ist es naiv zu glauben, Religion damit schwächen zu können. Als könne man darauf hoffen, durch den Hinweis auf die Paradoxie der Lehre der Dreieinigkeit den Papst zu veranlassen, sich für diese logische Schludrigkeit zu entschuldigen. Die Wahrheit ist, Religion ist im Kern paradox. Daher läuft jede Kritik, die auf die inneren Widersprüche im Glaubenskanon zielt, völlig ins Leere - und gerät leicht zur selbstgefälligen intellektuellen Fingerübung.
Wer sich also auf Glaubensfragen einlässt, hat sich bereits in metaphysisches Gebiet begeben. Dort liegt aber weder das Problem, noch eine Lösung.
Die Frage ist doch, wie begegnet man den Forderungen religiöser Kräfte nach vermehrter moralischer Autorität in Gesellschaft und Politik, insbesondere bezüglich des neuerdings so aggressiv ausgelegten Toleranzbegriffes?
Wenn man die Frage nach dem Verhältnis zwischen Religion und Gesellschaft ernsthaft diskutieren will, kommt man nicht umhin den Glauben als ein ‘Konstante der menschlichen Psyche’ anzuerkennen. Antworten auf diese Frage seitens der säkularisierten Gesellschaft waren leider meist von Unsicherheit und feindseligen Vorurteilen geprägt. Was also nötig ist, ist eine besseres Verständnis von Religion im Allgemeinen.
Religion ist aus psychologischer Sicht bereits so ausreichend verstanden, daß ein abgeklärterer Umgang mit ihr möglich sein sollte. Im Besten lehrt sie Bescheidenheit und gelungene Lebensführung, im Schlechten fesselt sie in psychische Abhängigkeiten. Insbesondere ist es ein verbreitetes Missverständnis, dass Religion durch den naiven Glauben an märchenhafte Dogmen, wie die Auferstehung Jesu oder ähnliches, charakterisiert ist. Religion ist ein weites Feld, und es wäre kurzsichtig, sie auf ihre fundamentalistischen Auswüchse zu reduzieren.
Wie also ist es ihr gelungen, sich wieder so fest im öffentlichen Leben zu etablieren?
Kurz, sie hat die entscheidende Schwäche des wissenschaftlichen Weltbildes ausgenutzt, nämlich seine Sprachlosigkeit auf die Frage nach dem glücklichen Leben. Obwohl eine hektische Aufholjagd im Gange ist, ist die psychologische Glücksforschung gegenüber der spirituellen Sinngebung immer noch weit abgeschlagen. Diese neue Stärke der Religion muss man anerkennen, sonst läuft man Gefahr sie zu unterschätzen.
Der Vorsprung an Kompetenz auf diesem Gebiet gibt heutigen Religionen dieses so erstaunliche neue Selbstbewusstsein. Internationale Unternehmen wenden sich an den Mormonen Stephen Covey, um zu erfahren wie sich Profit und Moral der Mitarbeiter kombinieren lassen. Der Evangelist Rick Warren ist eine Autorität auf dem Gebiet des sinnhaften Lebens. Im Kapitalismus gilt, wer Erfolg hat, hat recht. Auch wenn er predigt.
Dieser Erfolg immunisiert den Glauben ebenfalls gegen Anfeindungen der Wissenschaft. In Bildern gesprochen: Früher konnte man vielleicht einmal dem Weihnachtsmann durch Abreissen des Bartes in schwere Verlegenheit bringen. Der Weihnachtsmann von heute jedoch klebt sich den Bart milde lächelnd wieder an, und geht unbeirrt seiner Wege. Denn er weiß, dass Weihnachten funktioniert, auch wenn Jesus nicht an einen Tannenbaum genagelt wurde.
Wenn also die humanistische Demokratie sich der unverhältnismässigen Ansprüche seitens der Religionsführer erwehren will, gilt es diese zunächst einmal nach üblichen Maßstäben als ernstzunehmende Gesprächspartner anzuerkennen. Dabei ist Angst vor Fettnäpfen ebenso fehl am Platz wie überheblicher Spott. Die Religionsführer kennen mittlerweile ihre Stärken nur zu gut und nutzen sie. ‘Gott ist tot’ war gestern, ‘Gott ist nützlich’ gilt heute. Führer auf der säkularen Seite tun gut daran, sich diese Erkenntnis zu eigen zu machen.
Neulich auf Deinem Blog
December 22nd, 2008Wenn ich mit “Neulich war ich auf Deinem Blog!” begrüsst werde, denke ich immer ‘Oh Gott, was habe ich denn da wieder für einen Unsinn geschrieben?!’. Aber gerade kann ich ja beruhigt sein, da Uli das Schiff seit einiger Zeit gekapert hat. Aber bevor ich mir alle Kapern von der Pizza klauen lasse, fange ich vielleicht doch mal wieder mit der Schreiberei an. Insbesondere habe ich noch ein Machwerk anlässlich des Filmes Religolous geschrieben, das ich dann demnächst hier platzieren werde.
Der Film ist von Bill Maher, hier bei der Daily Show:
Uli - missverstanden
December 19th, 2008Beim Abendessen, es gibt thailändisches vom Imbiss um die Ecke.
Sie, ihm die Krabbenchips hinhaltend: “Krupuk?”.
Er, überrascht aber liebevoll guckend: “Kuckuck!”.
Uli - gedruckt
September 10th, 2008Die taz hat, hurra hurra, Interesse an meinem “mit Furor” verfassten Ausbruch gezeigt und ihm den donnerstäglichen Kolumnenplatz eingeräumt.
Im Internet schon jetzt zu finden unter http://www.taz.de/1/debatte/kolumnen/artikel/1/du-bist-deutschland/ und morgen (11.9.2008) auch in der gedruckten Ausgabe der taz.
Welch Freude.
Uli - In Folge
August 24th, 2008Leider wollte keine der Redaktionen denen ich mein Pamphlet wider den geistlosen Sportkonsum per Fernseher anbot, es veröffentlichen. Der nette Peter Wagner von jetzt.de schrieb aber zurück und wollte mich gern interviewen, und heraus kam ein sehr nettes Gespräch welches hier nachzulesen ist.
Uli - In Brass
August 24th, 2008Im Zuge der Berichterstattung über die olympischen Spiele bin ich in einem Focus-online-Artikel über so unflätige Kommentare gefallen, dass ich mir den Frust von der Seele schreiben musste. Heraus kam das:
Deutschland, der Olympiasieger - im Nachtreten
Dieser Tage geschah es, da verabschiedete sich eine Goldmedaillenhoffnung aus dem olympischen Turnier und wurde nur 9te. Man hatte mehr von ihr erwartet, aber so ist das im Sport eben, es kann sich sehr schnell drehen wer vorn ist und wer unter die Dusche geht. So ein Abgang ist natürlich bitter. Niemand trainiert dafür, nach Jahren der Vorbereitung nach wenigen Minuten das Handtuch werfen zu müssen. Ich weiss es selbst, auch wenn ich nie jahrelang sondern lediglich über den Zeitraum von Monaten hinweg auf ein Turnier zugearbeitet habe - die von mir bestrittenen Meisterschaften fanden alle im Einjahrestakt statt. Ich konnte, wenn’s mal nicht so gelaufen war wie es sollte schnell wieder nach vorn sehen. Für die olympischen Spiele aber gibt es nichts vergleichbares. Aus meiner Sicht damals ein fantastisches Ereignis, heute betrachte ich das Ganze eher skeptisch. Das hat unter anderem mit der Sporthysterie des deutschen Volkes zu tun. Man kennt das, “wir sind Papst”, aber größenwahnsinnige Versager sind nur die einzelnen Sportler. “Unser Goldmädchen” wird nie “unsere Pechmarie” sein. Wenn ich unser sage, so muss ich gestehen, mich dabei auszuschließen. Ich fühle mit den Sportlern, denn ich weiss, welcher Schmerz hinter ihrer Leistung steht. Was sie ausgehalten haben allein dafür, um die Qualifikation zu holen. Ein Teil der Deutschen jedoch scheint das nicht zu wissen. Es ist dies jene Kategorie, die einen fünften Platz mit “enttäuschend” überschreibt. Die fordert, mal solle von den 435 teilnehmenden deutschen Sportlern doch einfach 420 nicht antreten lassen, dann könnten sie ihrem Land wenigstens keine Schande machen. Oder die im Falle der geknickten ehemaligen Olympiasiegerin eben noch mal nachtritt, sie Maulheldin, großkotzig und dumm nennt, weil sie die Medaille verschenkte statt einer anderen den Platz zu überlassen. Denn natürlich hätten diese Menschen das alles besser machen können. Deswegen geben sie wertvolle Tipps: mehr trainieren zum Beispiel, oder die olympischen Startplätze das nächste Mal einfach unter Bundesbürgern auszulosen. Schreiben davon, sich für die nächsten Spiele fürs Mannschafts-Nasebohren anzumelden. Diese Menschen, so behaupte ich, haben noch nie in ihrem Leben Sport gemacht. Und unter Sport zähle ich nicht “bei einer Grillparty den Fußball über den Rasen gebolzt”. Sport bedeutet für mich, sich zu bemühen für ein Ziel, das Lieschen Müller nicht mal eben erreicht, und falls nötig sich auch dafür zu quälen. Diese Menschen wissen nicht, was schon hinter dem Drachen Olympiaqualifikation lauert. Denn sie könnten allenfalls Weltmeister im Couchsitzen und Chipsessen werden, oder Olympiasieger im Nachtreten. Jeder feiert den neuen Star, der das erste Gold für Deutschland geholt hat, endlich, denn sonst könnte man sich ja langsam nicht mehr sehen lassen. Die stolze deutsche Sportnation, wir, die Sprinter und Gewichtheber. Die agilen und wendigen, über 50% sind zu fett. Aber sie wissen dennoch, wie man es besser machen kann. Dass sie nicht in Peking sind tut nichts zur Sache, sie haben sich eben nicht in ihrer Jugend entschieden diese und noch viele weitere Jahre einem Ziel zu verschreiben, was auf den ersten Blick völlig unschaffbar ist. Sie haben nicht ihren Körper angemessen ruiniert durch Verletzungen und Verschleiss. Aber trotzdem richten sie über Menschen die das getan haben. Allein die Fernbedienung in ihrer Hand macht Sportexperten aus ihnen, die nach Belieben urteilen können. Ich glaube, dass diese Menschen die Augen aufmachen sollten. Sportler sind, so sie nicht in besonders werbeträchtigen Sportarten unterwegs sind, normale Menschen. Ein Drittel der deutschen Olymioniken sind Schüler und Studenten, wie der Rest sich finanziert weiss ich nicht. Sicher bin ich nur, dass die Artenvielfalt des deutschen Sportes ziemlich einknicken würde wären sie alle hinter Geld her, wie die Nachtreter vermuten.
Zu meiner Beruhigung tummeln sich diese Menschen nicht überall. Diesen muss ich es hier sagen: wenn Du so bist, Deutschland, dann habe ich nicht zweimal Europameisterschaftsgold für Dich geholt. Dann geh nach Hause. Ich habe genug, die sich mit mir gefreut haben, ich muss nicht Dein Goldmädchen sein. Solange Du nur den Mund aufreisst und urteilst, anstatt Deinen Hintern vom Sofa hochzunehmen, solang bleib allein. Und schäm Dich nicht für all die Sportler, die Deine Erwartungen nicht erfüllen. Geh raus und werde selbst was. Dann reden wir nochmal.
Platzwechsel
July 26th, 2008Wie schon unten beiläufig erwähnt, habe ich vor zum Oktober meine Zelte in England abzubrechen und erstmal bis auf weiteres nach Hamburg zu ziehen. Bis dahin soll noch eine Doktorarbeit abgegeben werden. Langweilig wirds also nicht.